Der Gemeinderat fasst Beschlüsse – Die Natur in Oering verliert gleich zweimal!

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Der Gemeinderat fasst Beschlüsse
Die Natur in Oering verliert gleich zweimal!

Die Mehrheit im Gemeinderat stimmte gleich zwei Mal gegen die Natur in Oering:

 

  1. Der Ausgleich für die Versiegelung des Bodens im neuen Baugebiet findet für viel Geld außerhalb Oerings statt. Unsere Natur bleibt auf der Strecke.

 

  1. Der aufgegebene Campingplatz weit abseits des Dorfs an der Grenze zur Gemeinde Itzstedt hat sich über die Jahre zu einem Kleinod in der Natur entwickelt. Damit ist bald Schluss: Hier entsteht u.a. der Übungsplatz für einen überregionalen Hundeverein.

Der Oeringer Landschaftsplan sieht die Entwicklung einer Biotopachse vor, ausgehend von der ehemaligen Sandkuhle an der Sether Straße bis hin zur Rehhorst (Wald an der Grenze zu Sievershütten). So ein neuer Biotop-Trittstein könnte auf einer Wiese bei den Klärteichen entstehen, denn für das neue Baugebiet wird eine Ausgleichsfläche von ca. 6.500 qm vorgeschrieben. Die Umwidmung eines Teilstücks der Wiese zu Gunsten der Natur ist möglich, denn das Grundstück befindet sich im Besitz der Gemeinde Oering.

Doch die Mehrheit im Gemeinderat hat anders entschieden: Für fast 27.000,- € kauft sich die Gemeinde eine Ausgleichsfläche in der Gemeinde Bark. Diese Entscheidung geht zu Lasten unserer Natur und kommt die künftigen Bauherren teuer, denn die Kosten werden auf die neuen Baugrundstücke umgelegt.

Sieben „Klebepunkte“ im Verfahren des Dorfentwicklungsplans müssen als Begründung herhalten, dass auf dem idyllischen Gelände eines seit Jahren aufgegebenen Vereins-Campingplatzes ein Trainingsplatz für einen überregionalen Hundeverein  entstehen soll. So jedenfalls sieht es der gegen die Stimmen der CDU geänderte Flächennutzungsplan der Gemeinde Oering vor.

Trostpflaster für Oerings Steuerzahler: Auf einer kleinen Teilfläche des Geländes soll ein öffentlicher Hundespielplatz entstehen. Wie groß der öffentliche Teil des Spielplatzes werden wird, bleibt abzuwarten, da auf diesem Teil des Geländes auch noch der notwendige Parkplatz entstehen soll.

Unsere Meinung dazu:

  • Dieser vermeidbare Eingriff in die Natur liegt viel zu weit entfernt von unserer Ortslage. Hauptnutzer des öffentlichen Hundespielplatzes werden auswärtige Hundehalter sein.
  • Im Gegensatz zum längst aufgegebenen Campingbetrieb werden Umwelt und Natur nun ganzjährig durch Lärm und Verkehr beeinträchtigt.
  • Mit den vorwiegend auswärtigen Vereinsmitgliedern und Nutzern wird neuer vermeidbarer Verkehr in die Oeringer Wohngebiete und den Bereich  um den  Sport- sowie Kinderspielplatz geleitet.
  • Es ist noch völlig offen, auf welchen Kosten die Gemeinde Oering zukommen werden (Planungskosten, Kosten für Einzäunung usw.).

Weitere Informationen zu den Ausgleichsflächen entnehmen Sie bitte auch dem Antrag der CDU-Fraktion.

Wir sind jedenfalls gespannt, wie die Bürger im Rahmen der öffentlichen Auslegung von F-Plan und B-Plan reagieren werden.

 

LN v. 12.02.16

LN v. 12.02.16

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