Neues aus dem Amt

Machen Sie sich ein Bild:

Oerings Einnahmen im Vergleich mit den Amtsgemeinden

 

   

Einwohner-

zahl

 

Grund-

steuer A

 

Grund-

Steuer B

 

Gewerbe-

steuer

Anteilige

Einkommenst.

Umsatzsteuer,

Lastenausgl.

 

 

Steuerkraft

 

Schlüssel

zuweisungen

 

 

Finanzkraft

Oering 1.339  13.644  139.198      87.869      638.880    879.591   404.628 1.284.219
                 
Itzstedt 2.359    9.802 253.935    189.530   1.340.252 1.793.519  577.296 2.370.815
Kayhude 1.188    9.488 159.789    231.287      658.839 1.059.403  189.432 1.248.835
Nahe 2.395 18.377 296.746    597.375   1.380.038 2.292.536  210.276 2.502.812
Seth 2.016 17.611 203.586    465.760      893.928 1.580.885  413.496 1.994.381
Sülfeld 3.176 41.605 316.620    340.242   1.791.901 2.490.368  701.712 3.192.080
Tangstedt 6.404 50.189 830.933 1.401.746   4.314.193 6.597.061  348.228 6.945.289

 

Erläuterungen zur obigen Tabelle:

Die Grundsteuer A wird für unbebaute landwirtschaftliche Flächen erhoben.  Dabei spielt die Größe der Gemeindefläche eine erhebliche Rolle – flächenmäßig kleine Gemeinden wie Kayhude und Itzstedt haben hier deshalb ein geringes Steueraufkommen.

Die Grundsteuer B wird für bebaute Grundstücke erhoben. Für das Steueraufkommen spielen die Anzahl und der Wert der Gebäude die entscheidende Rolle.

Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer hängen von der Anzahl der steuerpflichtigen Betriebe und deren Ertragslage ab.

Gemeinden setzen für die Grundsteuern und die Gewerbesteuern eigene Hebesätze fest. Zusätzliche Steuereinnahmen können die Gemeinden ausschließlich über die Anhebung der Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuern erzielen.

Die Gemeinde Oering hat im Amt Itzstedt die geringsten Einnahmen aus der Grundsteuer B und der Gewerbesteuer.

Auch bei den Gemeindeanteilen aus dem Aufkommen aus Einkommenssteuer, Umsatzsteuer und Lastenausgleich erzielt die Gemeinde Oering die geringsten Einnahmen.  Im Ergebnis ist das Steueraufkommen der Gemeinde Oering mit Abstand das geringste im Amt Itzstedt.

Das Land Schleswig-Holstein zahlt den Gemeinden aus Mitteln des kommunalen Finanzausgleichs die „Schlüsselzuweisungen“.  Steuerschwache Gemeinden wie die Gemeinde Oering erhalten anteilig höhere Schlüsselzuweisungen als Gemeinden mit hoher Steuerkraft (s. Nahe).

Die Summe aus Steuerkraft und Schlüsselzuweisungen bestimmt die Finanzkraft einer Gemeinde, die immer auch im Zusammenhang mit der Einwohnerzahl gesehen werden muss (s. Kayhude).

 

Steuerkraft und Finanzkraft im Vergleich zur Einwohnerzahl

  Einwohnerzahl Steuerkraft Steuerkraft

pro Kopf

Finanzkraft

 

Finanzkraft

pro Kopf

Oering 1.339     879.591       657 1.284.219       959
           
Itzstedt 2.359  1.793.519       760 2.370.815    1.005
Kayhude 1.188  1.059.403       892 1.248.835    1.051
Nahe 2.395  2.292.536       957 2.502.812    1.045
Seth 2.016  1.580.885       784 1.994.381       989
Sülfeld 3.176  2.490.368       784 3.192.080    1.004
Tangstedt 6.404  6.597.061    1.030 6.945.289    1.085

 

Erläuterung zur obigen Tabelle:

Die Steuerkraft einer Gemeinde spiegelt das Aufkommen aus den örtlichen Steuern (Grund- und Gewerbesteuern) und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ihrer Einwohner (Einkommenssteuer-Anteile) wieder.

Damit die Steuerkraft von großen und kleinen Gemeinden sinnvoll verglichen werden kann, berechnet man die Steuerkraft pro Einwohner. Zu diesem Zweck wird Steuerkraft der Gemeinde durch die Zahl der Einwohner geteilt.

Die Gemeinde Oering hat mit Abstand die geringste Steuerkraft pro Kopf  =  657 Euro.

 

Die Steuerkraft und die jeweiligen Schlüsselzuweisungen ergeben die Finanzkraft einer Gemeinde.  Als Vergleichsmaßstab gilt auch hier die Finanzkraft pro Einwohner.

Mit einer Finanzkraft von 959 Euro pro Kopf ist Oering im Amtsvergleich weit abgeschlagen.

 

Wenn die Gemeinde Oering trotz geringster Steuer- und Finanzkraft pro Kopf bisher schuldenfrei geblieben ist, so hat das seine Ursachen in einer sparsamen und wirtschaftlichen Finanzwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten.

Bei kräftiger Neuverschuldung könnte Oering zum Armenhaus des Amtes Itzstedt machen.

 

Was bringt eine Erhöhung der Gemeindesteuern für den Oeringer Haushalt?

  Steueraufkommen

in 2017

Erhöhung

um 10 %

Erhöhung

um 20 %

Erhöhung

um 30 %

Erhöhung

um 40 %

Erhöhung

um 50 %

Grundsteuer A     13.644    1.364    2.729     4.093    5.458    6.822
Grundsteuer B   139.198  13.920  27.840   41.759   55.679  69.599
Mehreinnahmen pro Jahr    15.284  30.569    45.852   61.137  76.421
             
Gewerbesteuer     87.869    8.787  17.574   26.361  35.148  43.935

 

Erläuterung zur obigen Tabelle:

Bei wachsendem Finanzbedarf kann die Gemeindevertretung die Hebesätze der Grundsteuern A (ldw. Grundstücke) und der Grundsteuer B (bebaute Grundstücke) per einfacher Mehrheit entsprechend erhöhen.

Die betroffenen Grundstückseigentümer können sich gegen eine solche Steuererhöhung nicht wehren, denn sie können ihre Grundstücke ja nicht aus der Gemeinde herauslösen.  Grundstücke sind eben immobil = Immobilien.

 

Bei einer Erhöhung der Gewerbesteuer durch Beschluss der Gemeindevertretung sieht es dagegen etwas anders aus.

Das Steueraufkommen aus der Gewerbesteuer hängt nicht nur von der Höhe der Hebesätze ab, sondern ganz besonders von den erwirtschafteten Erträgen der Betriebe.

Betriebe können ihre Gewerbesteuer-Last im gewissen Umfang gestalten:

  • Sie können Teile des Betriebserlöses auf andere auswärtige Standorte verlagern.
  • Sie können vielleicht sogar den Betriebssitz an einen anderen Ort verlagern.
  • Bei auftretenden Verlusten können Sie bereits gezahlte Gewerbesteuern zurück erhalten.

Mehreinnahmen aus der Gewerbesteuer stehen den jeweiligen Gemeinden auch nur eingeschränkt zur Verfügung.  Aus dem Gewerbesteueraufkommen müssen die Gemeinden eine Gewerbesteuerumlage abführen – zusätzlich zu den Umlagen für das Amt und den Kreis.

 

 

Hier erfahren Sie Bekanntmachungen und Einladungen aus dem Amt Itzstedt:

 

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